Gesundheitstees haben eine lange Tradition. In Europa waren es vor allem die mittelalterlichen Klostergesellschaften, die sich mit dem Anbau und der Zubereitung verschiedener Heilpflanzen befassten. Das Wissen über die Wirkung verschiedener Pflanzenzubereitungen, deren Komposition und Anwendung wurde intensiv studiert und häufig mündlich überliefert. Auch die fachgerechte Verarbeitung von der Ernte bis zur Aufbewahrung wurde in heilkundlichen Büchern dokumentiert. Das durch Erfahrung gewonnen Wissen konnte in der Neuzeit durch wissenschaftliche Studien untermauert werden. Die einzelnen Wirkstoffe wurden mit Hilfe moderner Analysemethoden identifiziert.
Kräuter die zur Herstellung von Arzneitees verwendet werden unterliegen heute dem Arzneimittelgesetz und müssen höchsten Qualitätskriterien entsprechen. So muss zum Beispiel die Wirkkonzentration durch Standardisierung garantiert werden. Gemische werden entsprechend der Wirkweise ihrer Komponenten optimal zusammen gestellt. Dies garantiert dem Verbraucher auch eine zuverlässige Wirkung. Sicherlich macht das Sammeln von Kräutern Spaß, aber man muss sich schon ehrlich zugestehen, dass uns das alte Wissen über das Wann und Wo des Sammelns verloren gegangen ist.
Zu bekannten Arzneitees wie Fenchel, Kamille und Salbei und den schon langen bekannten Kombinationen zur Blutreinigung, Entwässerung oder auch zur Beruhigung kamen in den letzten Jahren neue interessante und vor allem wohlschmeckende Sorten hinzu. Klangvolle Namen wie Morgenfrische und Winterreise unterstreichen den Nutzen einerseits zur Belebung am frühen Morgen oder zum Aufwärmen und Wohlfühlen an kalten Tagen des Jahres.

